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Auch Eltern haben Bedürfnisse
Die meisten Eltern neigen dazu, ihre eigenen Bedürfnisse hintenanzustellen. Erst wenn es den Kindern gut geht, kommen sie selbst an die Reihe. Häufig fehlt allerdings nach dem Versorgen der Kinder, der Berufstätigkeit und dem Erledigen des Haushalts die Zeit. Viele sinken dann müde auf das Sofa oder fallen direkt ins Bett.
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Mehr InformationenEltern von chronisch kranken oder behinderten Kindern sind noch stärker beansprucht. Sie müssen zusätzlich an die täglichen Therapien denken, Arzttermine wahrnehmen und den Schriftverkehr mit Krankenkasse & Co erledigen. Hinzu kommen die Sorgen um die Zukunft des Kindes.
Wie ist es bei Ihnen? Wer bestimmt Ihr Handeln: Ihr:e Partner:in, die Kinder, die Werbeindustrie, die Leistungsgesellschaft, usw. oder Sie selbst? Natürlich müssen wir Kompromisse eingehen. Manchmal gibt es auch Phasen, in denen viel zusammenkommt. Aber wenn Sie dauerhaft Ihre eigenen Bedürfnisse vernachlässigen, reagieren Ihr Körper und Ihre Psyche auf diesen Stress. Ernsthafte gesundheitliche Probleme können die Folge sein.
Dabei ist es gerade für Sie wichtig, dass Sie einen Ausgleich zu Ihrem anstrengenden Alltag haben. Ihre eigene Zufriedenheit und Belastbarkeit ist wesentlich für das Wohlergehen Ihrer gesamten Familie!
Tipps und Strategien für Eltern
Hier finden Sie einige Ideen und Anregungen, die Ihnen beim Umgang mit den täglichen Herausforderungen helfen können. So haben Sie ausreichend Kraft und Energie für Ihren Alltag!
Austausch mit anderen Eltern
Als Eltern eines Kindes mit einer chronischen Erkrankung erleben Sie viele Situationen, die Eltern gesunder Kinder nicht erleben. Vielleicht haben Sie sich schon einmal gewünscht, sich mit Eltern auszutauschen, denen es ähnlich geht. Mit Eltern, denen Sie nicht die Hintergründe oder Besonderheiten der Erkrankung erklären müssen. Also mit Eltern, die Sie wirklich verstehen.
Gerade wenn Ihr Kind eine seltene Erkrankung hat oder Sie eher ländlich wohnen, kann es schwierig sein, andere betroffene Familien zu finden.
Eine Möglichkeit, Kontakte zu knüpfen, sich auszutauschen und füreinander da zu sein, sind Selbsthilfegruppen. Hinter dem etwas angestaubten Wort „Selbsthilfegruppe“ verstecken sich selbstorganisierte Zusammenschlüsse von Menschen, die ein gleiches Problem oder Anliegen haben. Sich gegenseitig zu verstehen, zu helfen und zu stärken, steht dabei im Mittelpunkt.
Gerade Familien mit chronisch kranken Kindern profitieren sehr von dem Austausch, der persönlich vor Ort oder inzwischen auch in Videokonferenzen, stattfindet.